Informative Medizin
In Faust I lässt Goethe den Arzt Dr. Faustus eingestehen:
Hier war die Arznei, die Patienten starben und niemand fragte, wer genas, so haben wir mit höllischen Latwergen, in diesen Tälern, diesen Bergen weit schlimmer als die Pest getobt, ich selbst habe das Gift an Tausende gegeben, sie welkten hin, ich muss erleben, dass man die frechen Mörder lobt.
(Latwerge meint giftige Substanzen)
Die Medizin, mit der ich arbeite, ist eine Medizin, die über "Informationen" arbeitet. Information ist zum Beispiel Sprache, Musik, Biofeldinformationen, elektromagnetische Wellen im weitesten Sinn. Auf jeden Fall verschieden von der pharmazeutischen Schulmedizin. Dabei handelt es sich um pharmazeutische Chemie.
Auch Homöopathie ist eine "informative" Medizin, oder Behandlungsweise.
Informative Medizin verwendet physikalische Prinzipien, keine chemischen. Ein großer Unterschied. Andreas Beutel beschreibt dies in seinem Vortrag recht anschaulich.
Beitrag von Arte über beweisbare Homöpathie
Luc Montagnier und die Homöopathie
Im Jahr 2008 erhielt Luc Montagnier zusammen mit Françoise Barré-Sinoussi die Hälfte des Nobelpreises für Medizin für die Entdeckung des HI-Virus. Luc Montagnier war der Chef der Arbeitsgruppe, die 1983 erstmals den heute als HI-Virus bekannten Erreger der Immunschwächekrankheit AIDS über einen Antikörpernachweis nachgewiesen haben soll. Es gab und gibt heftige Diskussionen darüber, ob nicht Robert Gallo der erste war, ob es überhaupt ein HI-Viris gibt usw. usw. Der Nobelpreis zementiert nun aber die Stellung Montagniers in der etablierten, allgemeinen anerkannten Wissenschaft.
Anfang Januar 2010 publiziert Montagnier ein Papier mit dem Titel "Electromagnetic Signals Are Produced by Aqueous Nanostructures Derived from Bacterial DNA Sequences". Das Papier wurde beim Springer-Journal Interdisciplinary Sciences: Computational Life Sciences am 04. Januar 2009 eingereicht und am 06. Januar 2009 zur Publikation akzeptiert. Bemerkenswert schnell, was einige Kritiker als ersten Grund nehmen, das Papier nicht ernst zu nehmen. Wohlgemerkt genau die Leute, die keine Probleme mit der HIV-AIDS-Therorie haben, was nicht bei allen Wissenschaftlern der Fall ist. Ein Beispiel für Kritiker ist der annerkannte Retrovirologe Prof. Peter Duesberg (das HI-Virus ist ein sog. Retro-Virus).
Hier der Abstrakt des Papiers:
"A novel property of DNA is described: the capacity of some bacterial DNA sequences to induce electromagnetic waves at high aqueous dilutions. It appears to be a resonance phenomenon triggered by the ambient electromagnetic background of very low frequency waves. The genomic DNA of most pathogenic bacteria contains sequences which are able to generate such signals. This opens the way to the development of highly sensitive detection system for chronic bacterial infections in human and animal diseases."
Übersetzt sagt Montagnier, DNA habe die Eigenschaft, in hohen, wässrigen Verdünnung elektromagnetische Wellen zu induzieren. Es scheint ein Resonanzphänomen zu sein, das durch den umgebenden elektromagnetischen Hintergrund sehr niederfrequenter Wellen ausgelöst wird. Er beschreibt, daß nicht jede DNA diese Eigenschaft habe, sondern nur jene von für den Menschen pathogene Bakterien und von RNA-Viren, unter anderem HIV, auch und gerade bei infizierten Menschen. Im geht es um ein hochsensibles Diagnoseverfahren für chronische, bakterielle Infektionen.
Montagnier: "Morever, EMS [electro magnetic signals] can be detected also from RNA viruses, such as HIV, influenza virus A, Hepatitis C Virus [...] In patients infected with HIV, EMS can be detected mostly in patients treated by antiretroviral therapy and having a very low viral load in their plasma."
Für Kritiker ist es ein gefundenes Fressen, daß ausgerechnet Jaques Benveniste im Zusammenhang zitiert wird.
"For this purpose we used a device previously designed by Benveniste and Coll (1996; 2003) for the detection of signals produced by isolated molecules endowed with biological activity."
Benveniste arbeitete über "Das Gedächtnis des Wassers" Seine Kritiker behaupten, der Versuch das Gedächtnis von Wasser nachzuweisen, sei nicht reproduzierbar.
Ungeachtet der Ergebnisse hat sich Montagnier mit dem Benveniste-ähnlichen Versuchsaufbau keinen Gefallen getan.
Zusätzlich beschreibt Montagnier den Pleomorphismus, also die Behauptung Bakterien, Viren und tierische Zellen können sich ineinander umwandeln. Er sagt sogar, Bakterien und Viren entstünden nur aus DNA. Montagnier findet, dass sterilfiltrierte Kulturen von Mycoplasma geeignet sind, neue Mycoplasmakulturen anzuimpfen. Das erinnert an Prof. Enderlein, den Vielgeschmähten.
Ich enthalte mich einer Stellungnahme. Für mich, der ich jeden Tag homöopathisch arbeite, stehen diese Effekte außer Frage. Aber es freut mich, wenn immer wieder Diskussionen entfacht werden, denn eine genaue Erklärung gibt es bislang leider nicht. Aber in diesem Fall ist es ein Nobelpreisträger, der einen Erklärungsansatz anbietet. Es reicht sicher nicht, ihn altersdebil (wie geschehen) zu nennen, um seine Forschungsergebnisse zu entkräften. Wir harren der Dinge.